Satanlage

Mittels einer Satanlage werden Fernseh- und Rundfunksignale eines Satelliten empfangen und so umgewandelt, dass angeschlossene Endgeräte wie z.B. ein Fernseher, eine Videorecorder oder ein Radio sie interpretieren können. Zentrale Elemente einer Satanlage sind der Parabolspiegel, der vor dem Spiegel montierte Empfänger (LNB, Low noise Block Converter) sowie der Receiver, an dem die Endgeräte angeschlossen werden.

Nur noch DVB-S Satanlagen!

Der allerwichtigste Tipp zuerst: ohne DVB-S geht nichts mehr! DVB steht für „Digital Video Broadcasting“, der Zusatz S kennzeichnet die Satellitenvariante dieses digitalen Fernsehempfangs. Alle aktuellen Modelle sind für den digitalen Empfang ausgelegt, aber insbesondere über das Internet werden auch noch ältere analoge Anlagen zu extrem günstigen „Schnäppchenpreisen“ angeboten. Dafür gibt es gute Gründe: Der analoge Fernsehempfang wird in Deutschland nach heutiger Planung bereits im Jahr 2010 abgeschaltet, dann sind diese Anlagen vollkommen nutzlos.

Der Spiegel nicht zu klein, der LNB mit genügend Anschlüssen!

Bei schönem Wetter ist die Größe des Spiegels relativ egal, aber bei starkem Regen kann sich ein größerer Spiegel bezahlt machen. Zwar ist die Wetterempfindlichkeit der digitalen Signale weniger stark als die der analogen, aber dennoch wird das Signal abgeschwächt. Der Parabolspiegel sammelt die eingestrahlten Signale und fokussiert sie im Brennpunkt, in dem sich der LNB befindet. Je größer die Fläche des Spiegels ist, desto geringer muss die eingestrahlte Sendeleistung pro Quadratzentimeter sein, um insgesamt noch einen guten Empfang zu gewährleisten.
Beim Empfangsteil ist zu beachten, wie viele Receiver angeschlossen werden können. Maximal können es vier sein: Satelliten senden in horizontaler und vertikaler Polarisierung (das ist die Schwingungsrichtung der einfallenden elektromagnetischen Wellen). Das zur Verfügung stehende Frequenzspektrum wird in zwei Frequenzbänder (Lowband, Highband) aufgeteilt, auf denen je ein Signal gesendet wird. Zwei Polarisationsebenen mit je zwei Übertragungskanälen ergeben also insgesamt vier voneinander unabhängige Signale. Dem Fachhändler sollte mitgeteilt werden, welche Geräte angeschlossen werden sollen, damit er den passenden LNB empfehlen kann.

Der Receiver

Beim der Auswahl des Receivers kann eigentlich nicht viel schief gehen. Außer der Signalumwandlung tut ein Receiver nichts, und die beherrschen natürlich alle. Selbstverständlich muss es ein Digitalreceiver sein! Darüber hinaus ist zu beachten, ob in den TV-Receiver auch ein Receiver für den digitalen Radioempfang integriert ist.

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